23. Mai 2018

Die Begegnung mit Unfreundlichkeit

 

Wer kennt das nicht: ein Gesprächspartner wird am Telefon laut und ausfallend, im Straßenverkehr regt sich ein Verkehrsteilnehmer über uns auf und auch der eigene Partner oder Familienmitglieder können manchmal erstaunlich unfreundlich sein? Unser Impuls verleitet uns, unfreundlich zu antworten oder gereizt zu reagieren. Meist führt eine solche Antwort aber inhaltlich zu nichts und vordergründig nur zu sinnlosen Machtkämpfen oder weiteren Streits und Eskalationen.

Was ist beim anderen passiert?

Halte daher zunächst einen Moment inne, versetze Dich in die andere Person und frage Dich: Was hat bei dem anderen diese Tonalität ausgelöst? Vielleicht hatte er einen schlechten Tag oder vielleicht steht er unter Druck. Dies hilft Dir, Dich zunächst zu der Situation in Distanz zu setzen und es nicht persönlich zu nehmen.

Wie kannst du anders reagieren?

Und nach diesem Innehalten, kommt die Aktion: Nimm doch einfach mal das Telefon in die Hand oder suche direkt das private Gespräch mit der aufgebrachten Person. Du denkst, Du verlierst dann Dein Gesicht? Ganz im Gegenteil, denn „wer fragt führt“. Stelle offene W-Fragen, um herauszufinden wo beim Anderen der Unmut herkommt. Eine Frage könnte beispielsweise sein: „Ich habe Ihre Mail gelesen und würde gerne genauer verstehen, was Sie konkret stört.“ Wertschätzender kannst Du gar nicht kommunizieren, und spätestens nach der zweiten W-Frage, hast Du meist das Eis gebrochen und Deinen Gegenüber aus seiner Aggressivität geholt. Nun kannst Du das Thema konstruktiv lösen, indem Du z.B. thematisierst, dass Du den Ton nicht angemessen fandest, aber inhaltlich zustimmst oder indem Du dem anderen vielleicht sogar Unterstützung beim Lösen seines Problems anbietest, etc.

Und wenn es hart auf hart kommt?

In gravierenden Fällen hilft es übrigens auch, einfach nicht auf unfreundliches Verhalten zu reagieren. Denn Deine Energie geht immer dahin, wo die Aufmerksamkeit hin geht. Hat dieses Verhalten/diese Situation Deine Energie wirklich verdient? Mit Schweigen zeigst Du außerdem, dass Du so nicht gesprächsbereit bist und einen anderen Ton erwartest.

Und wie stelle ich mich innerlich anders auf?

Wie Du Dich emotional in solchen Fällen konditionieren kannst, erfährst Du übrigens bei meinem Informationsabend "Wingwave erleben". Hier gehts zur Anmeldung:

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